Wer einen 3D-Drucker besitzt, kennt das Problem: Fehlversuche, Stützstrukturen, Probedrucke oder abgeschnittene Filamentreste sammeln sich schneller, als man denkt. Auch bei uns stand irgendwann ein großer Sack voller PLA-Reste herum. Wegwerfen? Kam nicht infrage.
Denn auch wenn PLA als „biologisch abbaubar“ gilt, gehört es weder einfach in den Komposter noch in die Natur. Also haben wir uns gefragt: Wie können wir diese Reste sinnvoll weiterverwenden?
Die Lösung war überraschend einfach – und macht sogar Spaß.
♻️ Aus Resten wird Neues: PLA im Backofen schmelzen
Wir haben uns zunächst hitzebeständige Silikonformen besorgt:
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Silikonformen eignen sich ideal, da sich das geschmolzene PLA später gut herauslösen lässt und die Formen hohe Temperaturen vertragen.
🔄 So sind wir vorgegangen
1️⃣ PLA-Reste sortieren
Zunächst haben wir unsere PLA-Reste gesammelt – Fehlteile, abgeschnittene Fäden, kleine Bruchstücke. Größere Teile lassen sich bei Bedarf mit einer Zange oder einem Seitenschneider weiter zerkleinern.
2️⃣ In die Silikonform stapeln
Die PLA-Reste wurden möglichst dicht in die Silikonform gelegt. Je nach Farbmischung entstehen später ganz individuelle Muster – von marmoriert bis bunt gemischt.
3️⃣ Ab in den Backofen
Anschließend haben wir die gefüllte Form bei ca. 200 Grad Celsius in den Backofen gestellt. Wichtig:
- Backofen gut belüften
- Nicht unbeaufsichtigt lassen
- Am besten einen alten oder separaten Ofen verwenden
Nach einiger Zeit schmilzt das PLA und verbindet sich zu einer geschlossenen Form.
4️⃣ Abkühlen lassen
Nach dem Abkühlen lässt sich das fertige Werkstück ganz einfach aus der Silikonform lösen.
Das Ergebnis: Eine runde, stabile Scheibe, bunt, individuell und überraschend robust.
💡 Wofür kann man solche PLA-Scheiben verwenden?
Wir haben uns noch nicht endgültig entschieden – aber Ideen gibt es viele:
- Untersetzer für Tassen oder Gläser
- Dekorative Wandobjekte
- Pflanzuntersetzer
- Gewichte für Bastelprojekte
- Experimentierbasis für weitere Bearbeitung (Bohren, Fräsen, Gravieren)
- Bausteine für größere Upcycling-Projekte
Gerade durch die zufälligen Farbverläufe entstehen echte Unikate.
🌍 Warum das sinnvoll ist
Auch wenn PLA theoretisch unter bestimmten Bedingungen kompostierbar ist, geschieht das im normalen Gartenkompost nicht. Die industrielle Kompostierung erreicht Temperaturen, die wir im Alltag nicht haben.
Das bedeutet: PLA-Reste gehören nicht in die Biotonne – und auch nicht in die Natur.
Durch das Einschmelzen:
✔ verlängern wir die Nutzungsdauer des Materials
✔ vermeiden Restmüll
✔ reduzieren Mikroplastikrisiken
✔ sparen Ressourcen
✔ fördern kreatives Denken
Und ganz nebenbei lernen Kinder (und Erwachsene), dass Abfall oft nur eine Frage der Perspektive ist.
🔥 Sicherheitshinweis
Das Schmelzen von Kunststoffen sollte immer mit Vorsicht erfolgen:
- Für gute Belüftung sorgen
- Keine anderen Lebensmittel gleichzeitig im Ofen haben
- Hitzebeständige Handschuhe verwenden
- Niemals unbeaufsichtigt lassen
Sicherheit geht vor – besonders bei DIY-Projekten mit Hitze.
🧠 Fazit
Ein Sack voller 3D-Druck-Reste muss kein Müll sein. Mit einer einfachen Silikonform
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lässt sich aus scheinbar nutzlosen PLA-Fragmenten ein neues, kreatives Produkt herstellen.
Upcycling bedeutet nicht immer Perfektion – manchmal beginnt es mit einem Experiment.

